FORMALDEHYD
Medizinische Reaktionen auf Formaldehyd
Es ist noch gar nicht lange her, dass sich der Osten öffnete, und jahrzehntelange Bausünden saniert werden mussten. Formaldehyd – was soll der Quatsch? Man riecht es nicht, man sieht es nicht, greifen kann man es auch nicht, und sterben müssen wir doch alle mal.
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Dass Formaldehyd hochgradig krebserregend wirkt, ist bekannt. Aber auch, dass es dieses Gift, wie alle Gifte, in der reinen Natur gibt. Das sollte aber kein Alibi für Geschäftemacher auf Kosten der Gesundheit ihrer Kunden sein. In Möbelbauplatten wird Formaldehyd vom Gesetzgeber nach E1 auf Maximalwerte begrenzt. Für die meisten Handelsleute und modisch „geil-geizigen” Verbraucher sind diese Gesetze die Messlatte ihres Gesundheitsbewusstseins. Im Wohnraum, in dem man sich maximal ein paar Stunden aufhält und viel Abstand vom Möbel hat, mag das vielen ausreichen. Auch kaschierte oder versiegelte Platten halten das Gift einigermaßen im Zaum. Aber das Bett, auf dem man/frau bekanntlich das ganze Drittel Leben verbringt, und dann noch mit der Nase direkt drauf, sollte sich nicht nur nach gesetzlichen Maximalwerten ausrichten. Insbesondere beim Wasserbett, wo wie nirgends sonst soviel Quadratmeter unbeschichtete Möbelbauplatte eingesetzt wird. Übrigens waren Wasserbetten noch gar nicht bekannt bei der Festlegung der Grenzwerte E1. Die Diktatur der billigen Preise lässt dieses Thema meist unter den Tisch fallen. Und zwar nicht nur beim Bett: Formaldehydfrei verleimte Spanplatten sind schwer zu kriegen, weil teurer. Spanplattenwerke haben Mühe, ihre Kosten für diesen „Exoten” zu decken. Aber es gibt sie. Zwar kaum im Handel, aber auf Drängen können Möbelhersteller diese Qualität erhalten und verarbeiten. Doch wer macht es? In der Bundesrepublik ist außer der Vontana als Hersteller von Wasserbetten kein anderer bekannt, der diese Qualitäten ein- und durchsetzt. Ein anderes Kapitel ist dann der Fachhandel, der ein paar Dollar extra machen will, indem er seine Podeste aus dem Baumarkt holt. Nicht die feine Art, wenn sie dann noch unter Vortäuschung falscher Tatsachen als formaldehydfreies Markenprodukt untergejubelt werden. Oder konkreter: Betrug und vorsätzliche Körperverletzung
Formaldehydhaltige Holzbauplatten, insbesondere für den Podestbau. Im Handel und Baumärkten sind formaldehydfreie Spanplatten wegen der höheren Preise nicht erhältlich. Man richtet sich dort nach alten, heute zweifelhaften Grenzwerten, die für den so intensiven Gebrauch und Kontakt gesundheitlich nicht mehr verantwortlich sind.
Formaldehyd
Man kann nicht oft genug darauf hinweisen, dass es häufig keine formaldehydfreiverleimten Spanplatten gibt, weil diese in Zeiten des geilen Geizes häufig zu teuer. Selbst Hersteller haben Mühe, ihre Lieferanten zur Produktion dieser “seltenen Spezie” zu bewegen. Dabei ist die Fachpresse voll von Alarmberichten über die gesundheitlichen Gefahren, die vom unterbewerteten Formaldehyd in Möbelteilen ausgehen; insbesondere bei dem direkten und langzeitlichen Kontakt im Bett.
Gefährlicher als vermutet, ein Beitrag des WDR:
Formaldehyd ist nach einer neuen Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung weitaus gesundheitsschädlicher als bisher angenommen. Das Institut sprach sich für eine Kennzeichnung des Stoffs als "krebsauslösend für den Menschen" aus. Bislang galt Formaldehyd nur als "möglicherweise Krebs erregend". Der Stoff kann in synthetischer Form unter anderem in Pressspanplatten, Desinfektionsmitteln, Haushaltsreinigern, Kosmetika sowie Farben und Lacken vorkommen. (Anmerk.d.Red.: also formaldehydfreie Tasso-Podeste bevorzugen!)
Links zum Thema:
http://www.medizinauskunft.de/artikel/wohlfuehlen/wellness/11_
05_formaldehyd.php
