Wasserbetten und Zertifikate
Ja, auch die Vontana besitzt die alle nennenswerten Zertifikate für ihre Produkte - aber:
Qualitätssicherung oder Geschäftemacherei?
Der TÜV, zur Sicherheit der Kraftfahrzeuge im Straßenverkehr, entstand mit lauterer Absicht in der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Auch zur Förderung von Sicherheitsstandards bei Elektrogeräten macht es Sinn. Danach entdeckte man nach und nach allerdings mehr das große Geschäft mit diesen Zertifikaten unter dem Vorwand eine "objektive Orientierungshilfe für den Verbraucher zu schaffen, und mittlerweile überschwemmen Unzählige den Markt mit meist zweifelhafter Funktion abgesehen dem Selbstzweck der Geschäftemacherei.
So erhält z.B. bei einem namhaften süddeutschen Institut eine Matratze dann die höchste Auszeichnung, wenn sie Werte wie ein Holzbrett erfüllt.
Die Vontana schloss sich für einige Jahre z.B. dem „goldenen M“ an, einem Gütezeichen der deutschen Polsterindustrie, ein Rolf Benz Baby, dass bis dato von den Vorzügen guter Wasserbetten nichts wusste, oder nichts wissen wollte. Die einzige Aussage dazu lautete in etwa:“fragen Sie vorher Ihren Architekten, ob Wasserbetten vom Gewicht her überhaupt aufstellbar sind.“ Diese „fachmännische“ Negativ-Aussage wurde zwar aufgrund des Einflusses der Vontana mit ihrer Schlafforschung bis hin zur Raumfahrt entfernt, aber es wurden keinerlei weiteren Aussagen dazu getätigt.
Oder der MZE, „Möbel-Zentral-Einkauf“ für den Fachhandel, insbesondere auch Bettenfachhandel, weiß sehr genau, dass der Fachhandel gegenüber den Großflächenanbietern nur eine Chance über echte Qualität und Service hat. Was macht er, er kupfert ein „billiges Importprodukt“, hängt einen „tollen“ Namen an, und erklärt es zum deutschen Markenprodukt (mit Riesenspannen für den Einkaufsverband und den Händler, nebst Knebelpreisen für den Hersteller, der weiter auf „billig“ genötigt wird).
JA, auch der IWB, Interessenverband Wasserbett e.V. / International WaterBed associaton, gegründet 1986 mit der Aufgabe „Förderung der Vorzüge des guten Schlafes auf Wasserbetten“, vergibt ein Gütesiegel an den guten Fachhandel, allerdings ohne Gebühren als non profit e.V.. Erforderlich war das und ist es immer noch, weil sich unter dem Überbegriff „Wasserbetten“ eine Vielzahl an minderwertigen Produkten tummeln, die dem Produkt und seinem Markt derartig schaden, dass z.B. in den USA der gesamte Markt nach bedeutungsvollen Boomjahren völlig zusammenbrach, und das Produkt dort heute wegen seines schlechten Rufs quasi nicht mehr existiert. Qualität, Garantie und Service wurden zu reinen „Versprechern“, die kein Kunde mehr ernst nehmen mag.
Volksverdummung
Öko Test
ÖKO TEST 0909, bringt in der Spezialausgabe das Thema “Rücken” unter Gesundheit & Fitness, und befasst sich über 5 Seiten mit der Empfehlung von Matratzen für den Rücken. Dümmer geht´s immer!
“Wasserbetten sind aus orthopädischer und schlafmedizinischer Sicht nicht zu empfehlen.” Der einzige Inserent war LATTOFLEX.
Offensichtlicher geht´s kaum zu belegen, wo es lang geht. Nicht was drauf steht, nämlich ÖKO und TEST, sondern was Kohle fließen läßt. Und da sind sich auch “Orthopäden, Schlafmediziner, Bettentechniker und Physiotherapeuten” nicht zu schade. Klar, die Zeiten sind schlecht, Geld ist knapp, man muss ja irgendwie überleben.
Schade nur um die Verbraucher, die hier vernascht und um ihre Gesundheit gebracht werden. Von den volksgesundheitlichen Schäden ganz zu schweigen.
Besser hätte der Artikel heißen sollen: “Wie erhalte ich mir meine Rückenschmerzen, oder wie kann ich sie mir “bequem” anschaffen.”
Man kann sich nun gut vorstellen, was jene teuren Gütezeichen wie ÖKO-TEX und Konsorten wert sind. Abgesehen von den ungeheuren Erträgen aus der Lizenzvergabe, und dem volkswirtschaftlichen Schaden andererseits durch rücksichtlose Qualitäts- und Produktkunde.
Gütezeichen geraten aus diesem Grunde mehr und mehr in Verruf, auch, weil sie jeder mit durchschnittlichem Standard gegen Geld erhält, sogar schon in China direkt. Kürzlich kündigte ein Wasserbettenhersteller aus ähnlichen Gründen bereits seine Lizenz für das Goldene M für Möbel, oder die Mitgliedschaft beim Möbel Zentral Einkauf, MZE, und auch der gute alte TÜV oder GS-TÜV als reine Kostenstelle für “gutes Aussehen” ohne Unterscheidungsmerkmale verliert seine Wertigkeit allein schon durch das allgemein gültige CE Zeichen.
Nach dem Boom von Gütesiegeln scheint nun der Bumms der Selbigen einzusetzen, trotz der gründlichen deutschen Hörigkeit. Dem Verbraucher wird wieder mehr Gelegenheit zur Selbstverantwortung gegeben.









