IMMUNREGULIERUNG            

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Prof. Dr. Bram van Dam. Ein nahezu sensationeller Beitrag aus der Schlafforschung zum Thema Immunregulierung mit Tassobetten, Haut & Haar als Regulationssystem, das Stress-Respons-System, Druckverhältnisse, Regeneration - Degeneration und vieles mehr.



Es ist vielleicht für Sie sehr erstaunlich, dass ich hier an diesem Tag über Immunregulierung spreche. Es ist aber ein sehr interessantes und wichtiges Thema! Was hat aber ein Tassobett mit Immunregulierung zu tun? Sie haben bestimmt immer gedacht, das sei eine Aufgabe unseres zentralen Nervensystems und nicht etwas, das mit der Haut und dem Körper in seiner Gesamtheit zu tun hat. Aber Sie werden staunen: Wir haben in den letzten Jahren, und vor allem Ende 2005 / Anfang 2006, yu dieser Angelegenheit viel Neues und Spannendes entdeckt. Sie können sich in sofern stolz fühlen, denn Sie sind die erste Gruppe, der ich diese neue Erkenntnisse überhaupt mitteile. Allererst aber sollten Sie verstehen, was Immunregulierug eigentlich ist: Unser Immunsystem hilft uns unter anderem, mit Stress umzugehen. Nun ist Stress ein Modewort geworden, aber es ist es durchaus die Mühe wert einmal nachzuschauen, was Stress im ursprünglichen Sinne eigentlich ist. Damit alles in unserem Körper gut verläuft, damit wir uns wohl fühlen, damit wir gesund sind, müssen alles in uns in einem so genannten "Fließgleichgewicht" sein. Das wird mit einem Fremdwort auch als Homeostase bezeichnet.



Aber damit wir gesund bleiben, damit wir immer wieder in der Lage sind, uns anzupassen, uns zu adaptieren an neue Aufgaben und Herausforderungen, müssen wir nicht immer in dieser Homeostase bleiben, wir müssen uns manchmal auch in eine so genannte Allostase, eine Situation in der genau das Gleichgewicht fehlt hineinbegeben. Einfach ausgedrückt: Wir brauchen gelegentlich Chaos! Das können Sie sich ganz einfach vorstellen: Sie wollen, sagen wir mal, den Bizeps-Muskel verstärken. Dann können sie natürlich einfach zu Hause warten und hoffen, dass der von alleine stark wird.



Wie wir aber alle wissen, wird genau das nicht passieren. Sie müssen also erst einmal einen Chaos-Zustand verursachen. Allostase ist also Chaos. Wenn Sie einen Muskel trainieren möchten, bewirken Sie Chaos, indem Sie in ein Studio gehen und anfangen mit Gewichten zu trainieren. Nach diesem Training können Sie den Arm nicht mehr bewegen, aber erstaunlicherweise ist ein paar Tage später der Bizeps stärker geworden - durch Chaos. Dieses Beispiel dürfen Sie auf alle Systeme unseres Körpers übertragen. Menschen dürfen also nicht immer im Gleichgewicht bleiben, sie müssen dieses Gleichgewicht ständig an den Notwendigkeiten ihrer Umwelt überprüfen. Das ist wissenschaftlich erwiesen. Würden wir das nicht machen, verlieren wir an Leistungsfähigkeit: Es geht ständig "bergherunter"! Der Endzustand nennen wir "Krankheit" oder Degeneration.



Allerdings sollten Sie Ihr Training  - oder Ihr Stress - auch nicht übertreiben. Würden Sie im Studio zu viele Wiederholungen mit ihrem Gewicht machen, würden Sie am nächsten Tag nicht mit einem dickeren Muskel, sondern mit einem dicken Muskelkater wach werden. Dieser Zustand (Überbelastung oder Übertraining) nennt man in der Wissenschaft "allostatische Überbelastung". Was Sie dann wahrnehmen, den Schmerz im Arm, oder die erhöhte Temperatur in Ihrem Arm, ist letztendlich nichts anderes, als Entzündung. Entzündung kann zu Degeneration führen, von einzelnen Muskeln, ja sogar vom ganzen Körper! Degeneration letztendlich führt zu einem vorzeitigen Ableben.


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