Jetzt muss ich den Damen (und den Herren, die sich epilieren) unter uns etwas ganz ganz Wichtiges sagen. Wenn Sie der Meinung sind, dass es nicht schön ist, Haare an den Beinen oder sonst wo am Körper zu haben, dann sollten Sie diese bitte abrasieren, oder mit Wachs entfernen, so dass sie nur die Haare zerstören.



Wenn Sie aber elektrisch, oder mit Laser enthaaren, zerstören Sie diese Haar-Follikel und die um den Follikeln liegenden Immunzellen und das bedeutet, Sie beeinflussen damit wahrscheinlich Ihr wichtigstes Stress-Antwort-System. Also machen Sie das bitte nicht! Vor allen Dingen spielt die Körperbehaarung bei der Poduktion von Cortisol usw. eine ganz wichtige Rolle. Nicht so sehr das Haupthaar, denn Ihr  Haupthaar macht von der Totalität der Körüerbehaarung, ohnehin nur zwei bis fünf Prozent aus. Beine elektrisch oder mit Laser enthaaren ist also deutlich schädlicher für das Immunsystem, als sich eine Glatze zu rasieren.

Die nachfolgende Abbildung zeigt uns ein solches Haar-Follikel mit etwa 15 verschiedene Typen von Zellen, wie Melanin-produzierende Zellen.



Alle Zelltypen besitzen Hormonrezeptoren und sind selbst, das zeigt dieses kleine Pfeilchen, in der Lage, Hormone zu produzieren. Das Zusammenspiel dieser verschiedenen Zellen, sorgt für die Immun-Antwort unserer Haut. Nicht nur aber Cortisol und sämtliche Vorhormone werden produziert, auch Endorphine entstehen in der Haut! Eigentlich logisch, denn das wussten wir doch längst: Streicheln, eine leichte Massage, in einem warmen Bad liegen, Sonne auf die Haut bekommen, das waren doch immer schon Erfahrungen, die Wohlbefinden hervorgerufen haben. Und jetzt können wir dieses tatsächlich seit einigen Monaten wissenschaftlich erklären, weil es gelungen ist, dieses System in der Haut zu entdecken. Was machen diese Haar-Follikel-Zellen nun im Einzelnen in der Haut? Sie sorgen für Gefäßregulierung, die Durchblutung der Haut, sie sorgen für das Braunwerden, die Melaninbildung der Haut, aber sind auch verantwortlich für die Produktion vom Haar-Melanin. Haar-Melanin ist etwa ganz wichtiges. Geben Sie Acht: Es ist nicht das Melatonin, worüber wir mehrere Mal gesprochen haben, das ist ein Schlafhormon. Melanin, das Haarpigment, ist eine der wichtigsten Substanzen, die uns helfen bei der Entgiftung, vor allem von toxischen Schwermetallen und von organisch-chemischen Verbindungen. Mit Hilfe von Melanin transportieren wir diese Toxinen aus dem Körper heraus. Spannende Konsequenz davon: Farbloses Haar ist nicht kein guter Entgifter.



Die Haut als Organ sorgt weiter dafür, dass die Hautzellen normal wachsen. Dass nicht zu viele produziert werden, aber auch nicht zu wenige. Es sorgt - und das besprechen wir gerade für die Abwehr- = Immunreaktion. Es entstehen Haare und Talg (Hautfett). All das hängt ab von einem normal funktionierenden Stress-Respons-System in der Haut. Was alles passieren könnte, wenn dieses Stress-Respons-System gestört ist, könnte schon ein eigener, langer Vortrag sein. Ich will daher nur auf einige Punkte eingehen. Ein bestimmter Umgebungsfaktor, zum Beispiel "ich habe es kalt", kann im Gehirn Angstreaktionen beim Menschen hervorrufen. Das ist möglicherweise nicht so bekannt, aber wissenschaftlich abgesichert. Diese Angst kann zu Infektionskrankheiten führen. Ein weiteres interessantes Beispiel: Erhöhter Druck auf die Haut wird mit depressiven Verstimmungen, ja sogar Depressionen in Verbindung gebracht.



Menschen also, die auf einer harten Schlafunterlage schlafen, sind deutlich eher depressiv, als Menschen, die weich gebettet sind. Interessant ist, dass "Druck auf der Haut" dann natürlich im Körper die Reaktion "Bewegung" hervorruft. Das wissen Sie längst. Derjenige, der auf einer harten Unterlage schläft, wird ständig in der Nacht seinen Körper bewegen, um eine bequemere Schlafposition zu finden, eine Position, die eine besser funktionierende  Haut ermöglicht. Ziel des ständigen Umwälzens ist es  vor allem die Durchblutung lokal zu verbessern. Aber ich möchte Ihnen auch ein positves Beispiel geben: Sonne auf der Haut ist für alle Menschen verbunden mit einem freudvollen Gefühl. Und dieses freudvolle Gefühl verursacht Appetit. Das kennen Sie. Draußen an der Sonne, an der Luft zu sein, verursacht Appetit. Auch dieseReaktion wird von der Haut gesteuert!


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